Montag, 24. November 2014

My kid wears: Latzhose

Ihr Lieben,

ich bin wieder da! Wo ich war? Tja, irgendwo in der Real-life Versenkung. Die freie, mir zur Verfügung stehende Zeit habe ich an der Nähmaschine verbracht und das bloggen immer weiter aufgeschoben.

Doof irgendwie, denn hier liegt viel, das ich Euch zeigen möchte. Aber irgendwie hat mich die große Blog-Lethargie erwischt. Ich mache das ja nun schon recht lange und habe mich bewusst dagegen entschieden, auf den Probenäh-, Verlosungs-, Werbezug aufzuspringen. Doch letztlich kommt der Austausch, wie ich ihn mir erhofft habe, nicht so zustande. Wobei es natürlich viele tolle Bloggerinnen gibt, die ich sehr mag, wie beispielsweise Katja. Aber es gibt da einige andere, die auch im Leben 1.0 meine Freundinnen sind und mit denen könnte ich ja auch anders über's nähen sprechen, nicht war Ännie? Und so überlege ich, was ich mit meinem Blögchen eigentlich anfangen will. Einfach ein Nähtagebuch für mich schreiben, oder das ganze doch etwas professioneller aufziehen und mal mit einem neuen Layout und Konzept beginnen? I don't know! Wie ist das denn bei Euch so? Warum bloggt ihr? Was mögt ihr an Kleinbloggersdorf?

So, nun aber zum Thema: Mein Kind trägt heute eine Latzhose. Das wäre ja nicht so ungewöhnlich, wenn es sich dabei nicht um das 4,5 Jahre alte Kind handeln würde. Das äußerte jetzt mehrfach den Wunsch nach einer Latzhose. Schließlich stecke ich das Minikind manches Mal hinein. Und das steckt die Hände immer in die Hose anstelle in die Taschen und ich glaube, das war der eigentlich Auslöser für den Wunsch nach einer Latzhose...

Ich gestehe! Ich wollte eine kaufen. Ich war bei allen gängigen Geschäften und bin mit leeren Händen nach Hause gekommen. Das ist wohl nicht mehr "in". Ich finde das zwar durchaus ok, denn Latzhosen bestehen ja nicht immer den Alltagstest (Pipiiiiiiii), aber irgendwie auch schade, dass kleine Kinder heutzutage wie Erwachsene in Miniaturausgabe aussehen müssen. Vergleich: Latzbehostes Kindergartenkind neben Freundin mit knallenger Jeans und Stiefeln darüber. Crazy!

Tja, kaufen is nicht gewesen, also kam Muttis wohlgehüteter blauweiß gestreifter Jeansstoff zum Einsatz. Ich baue ohnehin grade meine Stoffe ab. Das gelingt nur mäßig, da ich gelegentlich für Nachschub sorge. Aber ich habe noch aus den Nähanfängen realtiv kleine Stücke, die ich ENDLICH verbrauchen will. Der Jeansstoff gehörte da zwar nicht zu, war aber ohnehin für das Kind eingeplant.

Meine Nähfreundin hat mir Schnittmustertippmäßig geholfen. Es wurde die Latzhose aus einer alten Ottobre (Pikasalama 1/2010). Ein bisschen habe ich geändert, so finde ich die Trägerlösung nicht schön und auch, dass der hintere Teil nicht komplett "belegt" ist, finde ich mäßig. Habe ich geändert. Aber lange Rede, kurzer Sinn: Schaut doch selbst!!!


Vorderansicht. Mit Stickerei (Freebie von Ginihouse3). Der Stoff ist geringelt!

Der "Latz" aus der Nähe...

Schöner Rücken...

Detail auf der Tasche: ein gesticktes Pferd (Freebie von ichweißnichtmehr...)

Laut Anleitung wäre an der Stelle des Sternenstoffs die linke Stoffseite von dem Jeansstoff zu sehen. Ich finde es so schöner.

Ich habe den hinteren Latz komplett mit Beleg gearbeitet. Dort, wo man die Knöpfe sieht, sollte der Stoff einfach umgeschlagen werden und abgesteppt. So ist es schöner!
 
Ich finde den Schnitt der Ottobre-Latzhose super. Aber er ist nicht für Anfänger geeignet, und ich finde, man muss da ein bisschen modifizieren, damit es wirklich gut wird. Ich habe ihn in der Weite in 104 und Länge in 110 genäht. Die Anleitung ist ok, aber wie gesagt, man sollte etwas Erfahrung mitbringen.


Ab damit zu Fräulein Rohmilch und bis bald!
Eure Johanna

Kommentare:

  1. Liebe Johanna
    Die Latzhose ist genial geworden, meine Zaubermaus wünscht sich nun auch eine ;)
    Werde wohl mal gucken welcher Stoff passt ;)
    Ich bin auch froh, darf ich dich "kennen", der Grund wieso ich Blogge? Ich tus für MICH, es tut mir gut und ich mach es so wie ich es mag, entweder jeden Tag oder nur einmal in zwei Wochen. Ich find es schön, dass ich neue Menschen kennenlerne, aber es ist ehrlich gesagt nur eine positive "Nebenerscheinung" (nicht dass mich das stört, eher im Gegenteil)
    Manchmal mag ich etwas schreiben, die ich loswerden will ohne "jemand bestimmte " damit belästigen zu müssen.
    Was denkst du denn über deinen Blog?
    Ganz liebe Grüsse
    Katja

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  2. So mein Herz, endlich komme ich auch mal dazu, mich zu äußern:

    Vorrangig muss natürlich der Spaß an der Sache in Betracht gezogen werden. Wenn du denkst, dass du jetzt nochmal bloggen MUSST, dann ist das natürlich nicht ganz so toll.

    Ich jedenfalls finde, dass du ganz tolle Sachen nähst. Sowohl die Schnitte, also auch die Stoffkombis und Änderungen gefallen mir richtig gut. Bei dem Niveau muss man, meiner Meinung nach, nicht unbedingt (Tage-)buch führen oder vortanzen gehen. Da näht man einfach in anderen Sphären und vor allem ist die Intention eine ganz andere. Jetzt kommt das ABER:
    Es ist trotzdem total schön, an irgendeiner Stelle festzuhalten, was man so alles gemacht hat und wie man sich weiterentwickelt hat.
    Was ich außerdem finde, ist, dass in der Bloggerwelt Bloggs fehlen, die Hilfestellung bieten. Jetzt habe ich ja eine Freundin wie dich, die ich anrufen und fragen kann. Andere haben die nicht. Überleg dir doch mal, ob das nichts für dich wäre. So ganz einfache, trickreiche Hilfen zu schreiben, wie man beispielsweise auf Jersey apliziert, Taschen ein- oder aufsetzt, Streifenversäuberung etc macht. Bei deinen Sachen machst du das ja eh und vielleicht kannst du anderen damit ganz wunderbar helfen. Was meinst du?

    Grüße und Küsse,
    Ännie

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