Freitag, 12. April 2013

Piep - mich gibt es noch!

Da die meisten von euch ja kleine Kinder haben, werdet ihr es mir hoffentlich nachsehen, dass es hier so still geworden bin. Ich schaue jeden Tag hier rein und bewundere Eure tollen Werke und freue mich über meine neuen Leserinnen. Mit zwei Kinden ist das Leben bunter, trubeliger und einfach anders. Und ein bisschend dauert es wohl noch, bis sich alles soweit eingespielt hat, dass ich mehr Zeit zum Nähen und zum Bloggen habe. Also verzeiht mir, ja?

Meine wenigen kinderlosen Minuten verbringe ich natürlich an der Nähmaschine (und weniger beim Bloggen...), in Gedanken gehe ich auch auf dem Spielplatz und im Garten zukünftige Nähprojekte durch. Aber ich habe gemerkt, dass es mich mehr befriedigt, tief zu stapeln. Ich nehme mir ganz kleine, schaffbare Projekte vor und mache derzeit nicht mehrere Sachen gleichzeitig und vor allem nichts kompliziertes. Bisher habe ich häufig mehrere Projekte zugeschnitten und dann alles auf einen Schlag vernäht. Jetzt nehme ich mir wirklich eine Kleinigkeit, wie zum Beispiel eine bestickte Mullwindel oder ein schnelles Shirt, vor, die ich auch schaffe. Dann klopfe ich mir voller Stolz auf die Schulter und freue mich, dass ich etwas geschafft habe, auch wenn es nichts außergewöhnliches oder Besonderes ist!

Ich selber bin als Einzelkind aufgewachsen und muss selber erstmal in diese Familienrolle reinwachsen. Nicht das ihr mich falsch versteht, ICH LIEBE ES! Ich liebe diesen Trubel, mit allem was dazu gehört. Aber dennoch muss ich doch ab und an überlegen, ob jedes Kind genug Aufmerksamkeit bekommt und ich muss auch lernen, wann es ok ist, dass die Gören quengeln und wann ich meinen Freiraum bekomme.
Die große Schwester ist sehr stolz und unglaublich lieb zur kleinen Schwester. Bei der Tagesmutter gestern gab es großen Jubel, dass die kleine Schwester dabei war (wo sollte sie auch sein...) und dann MUSSTE Eva die kleine Schwester stolz auf den Arm nehmen - ich unterstütze dann natürlich - und hat ganz laut herumposaunt "Ich habe Dich ganz doll lieb, kleine Schwester!" Die anderen Kinder kamen alle angerannt, und waren völlig aus dem Häusschen dass ein Baby da war!

Und ich bin gestern geschmolzen: Meine große kleine Maus kam zu mir, umarmte mich und meinte "Mama, Ich habe Dich sehr lieb!" Hach, ich hätte ihr in dem Moment jeden Wunsch erfüllt. Das war das erste Mal, dass sie so was sagte.

Aber nun zum Wesentlichen eines Nähblogs: Heute sind wir zum 60. Geburtstag geladen, was mein lieber Mann mir 2 Tage vorher eröffnete. Für die liebe Geburtstagstante gibt es dieses Täschchen, samt Schlüsselanhänger und einem Gutschein für einen Stadtrundgang. Hoffentlich freut sie sich!

Und hier die Fotos vom Werke:



 
 


Ich muss sagen, ich mag die Tasche. Aaaaaber ich bin am Ende vom Täschchennähen immer ein bisschen enttäuscht. Eure Taschen sehen immer soooo toll aus und irgendwie finde ich meine am Ende nie so schön, wie ich es mir ausgemalt habe und wie Eure Taschen sind. Ich denke aber, die Tante wird sich freuen :-)

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende,
Johanna

Kommentare:

  1. Ich kann dich so!! verstehen. Mir ging es vor 18 Monaten genauso. Zwar haben wir da Kind Nr. 1 bekommen, aber es muss sich erstmal alles setzen und finden. Wie habe ich meine kleinen Freiräume vermisst und wie sehr weiß ich sie nun wieder zu schätzen :-)

    Beim Lesen der "ich hab dich lieb"-Geschichte war hier Land unter. Da bin ich sehr nah am Wasser gebaut....zu schön!!!

    Ach, und das Täschchen finde ich ganz allerliebst! Wenn die Tante sich nicht freut, pack es wieder ein und schick es mit *breites Grinsen*

    LG Ina

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    1. Liebe Ina,

      die Tante hat sich sehr gefreut! Und vielen Dank für den lieben Kommentar!!!!

      Eine schöne Woche,
      Johanna

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