Montag, 5. März 2012

Was lange währt, wird endlich ...

...fertig!

Ich gehöre nicht zu den Leuten, die viele angefangene Nähprojekte gleichzeitig liegen lassen können und dann wieder etwas Neues anfangen und das halbfertig liegen lassen usw. Ich muss immer erst das angefangene fertig stellen um mit klarem Kopf an das nächste Projekt zu gehen. Manchmal führt das dann aber auch zu Stress, weil ich dann irgendwie nicht weiterweiß und erstmal drüber nachdenke, gleichtzeitig nähen will, aber nicht kann, neue Ideen habe, aber mit den alten Projekten so beschäftigt bin. Auf einige Projekte habe ich dann gar keine Lust, weil irgendwas nicht so will wie ich und es auch nicht aussieht wie es soll. Glücklicherweise raffe ich mich aber immer auf und mache sie dann fertig, weil (siehe oben) ich nichts Neues anfangen kann, ohne dass das vorige Projekt abgeschlossen ist.

Gestern habe ich dann diese Sachen fertig gemacht. Und ich bin ganz begeistert - es ist wirklich toll geworden.
(Und psst: Nun kann ich mit meinen anderen Ideen durchstarten :-) )

Das Longsleeve ist nach einem Schnitt der Ottobre 4/2011 genäht. Der amerikanische Ausschnitt bei meinen vorigen Werken hat mich gestört. Ein bisschen Angst hatte ich vor dem Bündchen aus Jerseystreifen. Bisher habe ich nur Bündchen aus Bündchenware genäht und das hat prima geklappt. Bei der Streifenversäuberung muss ich noch üben, das Halsbündchen ist, hm, ok würde ich sagen, die Ärmelstreifen sind schon viel besser gelungen. Dem Kind passt es ganz gut, obwohl ich das nächste Shirt etwas breiter und dafür ein Stück kürzer mache. Auch am Hals ist es noch etwas groß.




Da Eva jetzt quasi den ganzen Winter eine Bronchitis hat, muss sie immer irgendwas am Hals tragen. Häufig sind es Halstücher oder Zipperjacken, die weit hoch verschließen. Mit den Jacken verhält es sich aber so: Mama macht die Jacke zu. "ssssssip" steht das Kind mit offener Jacke vor mir. Das Spiel haben wir einmal zu oft gespielt, also habe ich einen Schnitt einer Zipperjacke der Ottobre abgeändert und einen Pulli draus gemacht. Mit Stehkragen und Reißverschluss. So ist das Kind glücklich und ich auch. Den Sweatshirtstoff habe ich mit einer Stickdatei von Nalevdesign aufgehübscht. Ich fand den Pinguin niedlich und Eva auch. Mein Mann meinte dann ganz lapidar: "Ach guck mal, haste 'n Linux aufgestickt, ist ja witzig". Tatsächlich, Nalevdesign hatte den Linuxpinguin digitalisiert. Ist übrigens als Freebie zu haben.
Dieser Pulli war eines dieser Teile die mich schwer beschäftigt haben. Zuerst hatte ich Probleme mit dem Kragen. Reißverschluss eingenäht, dem Kind probeübergezogen - ZU KLEIN: GRMPF*ARGH*GRUMMEL! Alles wieder aufgetrennt und nachgedacht. Reißverschlussöffnung vergrößert und dann mit etwas Fummelei eingenäht. SCHIEF GENÄHT: GRMPF*GRUMMEL - aufgetrennt, neu genäht, passt! Der Innenteil des Kragens ist ehrlich gesagt nicht wirklich super schön geworden. Trennen???? NEIN! Ist schließlich der Innenkragen, und der Reißverschluss ist nicht nur Zierde, sondern soll gefälligst ein Stück hochgezogen werden, dann sieht man's nicht!

Nur mit Pinguin und gelben Reißverschluss fand ich den Pulli tatsächlich ziemlich Informatikerkindmäßig. Ging gar nicht. Dann fiel mir mein pinkes Bündchen ein. Ich mag es sowieso lieber, wenn die Ärmel (und bei Schlafanzughosen übrigens auch die Beinchen) mit einem Bündchen abgeschlossen sind. Ist bei Kindern einfach eine praktischere Angelegenheit. Da der Pulli auch am Saum so locker saß, habe ich ein gaaanz schmales Bündchen eingearbeitet. So fällt er total super. Er sitzt ordentlich und sieht sportlich - schick aus. Am Model gibts leider kein Foto...



Hier nochmal aus der Kategori "recycelt". Ich mag meine alten Shirts, aber ich mag sie nicht mehr anziehen. Diese XXL Labbershirts aus den 90ern sind einfach nicht mehr so mein Ding :-) Also habe ich aus einigen ehemaligen Lieblingsshirts *nein*ich*werfe*sie*nicht*weg kleine Kindershirts gemacht. Die Ärmel sind aus den richtigen Ärmeln geschneidert, so dass ich mir das Bündchen gespart habe.

Fazit: Ja, ist eine lustige Sache, die Shirts sehen gleich irgendwie niedlicher und hübscher aus. Für Shirts an denen man hängt eine prima Idee. Und wenn Baby herausgewachsen ist, nehmen sie deutlich weniger Platz in der Nostalgiekiste weg. Ehrlicherweise muss aber hinzugefügt sein: letztlich sind meine alten Shirts aber sicher 1000mal gewaschen worden und das sieht man ihnen auch an - und auch dem neuen-alten Shirt.

Eine schöne, kreative Woche!

Kommentare:

  1. Na, jetzt legste aber los, oder? ;-)
    Ich bin ja leider jemand, der zig Sachen gleichzeitig beginnt und große Schwierigkeiten damit hat, mal etwas zu beenden...
    Mia sagte letztens schon zu mir: "Jetzt mach' doch erstmal eine Sache zu Ende. Sonst wirst du doch nie fertig!" Öhm... Recht hat sie! ;-)
    Deine Recycling-Shirts finde ich immer toll. Und ganz toll finde ich auch das U2-Shirt vom letzten Post. Und das, obwohl ich so etwas eigentlich gar nicht mag... Aber du hast voll und ganz Recht: Die Väter dürfen auch mal was Hübsches bekommen!;-)
    Liebe Grüße!

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  2. Oh ja das kenne ich auch... und dann geht bei mir gar nichts mehr. Dann bleibt alles liegen und ich nähe oft tagelang nichts. So geht es mir im Moment. Ein Stapel Dinge die ich flicken soll liegt da und eine seit 2 Wochen angefangene Arwen und eine Joana. Es fehlen nur Kleinigkeiten aber die Ovi zickt und ich habe keine Nerven mit mit den Dingen zu beschäftigen.
    Ich bewundere was du alles geschafft hast
    Toll
    lG Martina

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