Dienstag, 6. Dezember 2011

Herzensangelegenheiten

Manchmal gibt es Projekte, die liegen einem besonders am Herzen. Damit meine ich nicht das Täschchen (Foto unten) , das ich für eine Tombola in meinem Lieblingsstoffladen genäht habe (der Erlös geht natürlich an einen guten Zweck).
Täschchen im Lieblingsstoff für die Tombola

Sondern wir haben ein kleines Mädchen im Freundeskreis, das grade nicht auf der Sonnenseite im Leben steht und dessen Püppchen nur ein Outfit und dazu noch kein so hübsches besaß! Das wollte ich ändern und so wird der Nikolaus heute Lilli ein frisch angezogenes Püppchen präsentieren. Lilli und ich haben dann bei ihrem letzten Besuch die Stoffkiste durchwühlt und sie hat mir gezeigt, welche Stoffe sie mag und welche nicht.
Zu Weihnachten möchte ich dem Pupperle (so nannte meine Oma immer meine Puppe :-) ) noch weitere Kleidungsstücke nähen und am liebsten auch ein dazu passendes für das Puppenmütterchen. Aber dazu muss ich die Kleidergröße von ihr erst herauskriegen und ob ich es schaffe, da noch pünktlich was zu nähen... Und dann müsste ich dem dazugehörenden Bruder ja auch was nähen und für Jugns ist das ja gar nicht so leicht... Das Kind hat aber auch noch kurz nach Weihnachten Geburtstag, also dann vielleicht.
Jedenfalls habe ich mir fest vorgenommen, dass ich, wenn ich für Evas Pupperle was nähe, dann einfach den gleichen Dress nochdazu nähe.

Hier die Bilder:


Für ein ordentliches Vorher-Nachher Bild hätte ich die Puppe ja eigentlich achtlos in der Ecke liegend fotografieren müssen :-) 

Ein Kleid mit einer Fleecejacke, ist ja kalt draußen. Bloß die nackten Füße stören irgendwie noch :-)

So sieht das Kleid ohne Jacke aus

...und noch ein Festtagsoutfit mit Rüschen.
Während des Nähens stellten sich mir seltsame Fragen: Trägt Puppe eigentlich was "drunter"? Und wie zum Teufel näht man Puppensocken (wenn man nicht stricken kann) und wie eigentlich Schuhe wenn man auf das Gefriemel keine Lust hat? Und warum um himmels Willen hat das Pupperle keine Haare, nicht mal Andeutungsweise??
Ich habe jedenfalls festgestellt: Kleider machen Puppen. Dass die Puppe sonst so aussieht wie sie aussieht, dafür kann sie ja nix :-)

Nun bekomme ich Frühstücksbesuch. Irgendeinen Vorteil muss das Hausfrauen/Mutterdasein ja haben und danach will ich nähen, nähen, nähen. Hier warten Projekte auf mich!

Einen schönen Tag,
Johanna